. BAYER IM DOCK ÜBER PESTIZID IM ZUSAMMENHANG MIT KOLONIEKOLLAPSSTÖRUNG - WISSENSCHAFT

Bayer im Dock über Pestizid im Zusammenhang mit Koloniekollapsstörung

europäisches Honigbienenfoto
Foto: autan via flickr

Letzte Woche berichteten wir über eine Klage des NRDC, in der die EPA gezwungen werden soll, Testergebnisse für ein Insektizid von Bayer CropScience abzugeben, das möglicherweise mit einer Störung des Zusammenbruchs von Kolonien in Verbindung gebracht wird. Das betreffende Insektizid Clothianidin wurde im Mai in Deutschland verboten, da es möglicherweise schädliche Auswirkungen auf Bienen hat.

Vor Gericht über Clothianidin
Die deutsche Organisation Coalition Against Bayer Dangers hat gegen den Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, Werner Wenning, rechtliche Schritte eingeleitet und Bayer CropScience vorgeworfen, "gefährliche Pestizide zu vermarkten und damit den Massensterben von Bienen auf der ganzen Welt zu akzeptieren". "
Die Koalition, die mit deutschen Imkern zusammenarbeitet, behauptet, dass der Beginn des Verkaufs von Clothianidin und Imidacloprid (das meistverkaufte Pestizid von Bayer) mit dem Tod von Bienen in großem Maßstab in Europa und Nordamerika zusammenfiel.

Laut ENS sind in Frankreich in den letzten 10 Jahren 90 Milliarden Bienen gestorben, und die Honigproduktion ist um 60 Prozent zurückgegangen. In den USA haben die Imker laut NRDC zwischen 30 und 90% ihrer Bienenstöcke verloren.

Seit 10 Jahren bekannte Risiken
Ein Sprecher der Koalition gegen Bayer-Gefahren sagte:

Der Bayer-Vorstand muss zur Verantwortung gezogen werden, da die Risiken von Neonicotinoiden wie Imidacloprid und Clothianidin seit mehr als 10 Jahren bekannt sind.

Hinzufügen,

Neonicotinoide gehören mit einem Jahresumsatz von knapp 800 Millionen Euro zu den wichtigsten Produkten von Bayer. Dies ist der Grund, warum Bayer trotz schwerwiegender Umweltschäden gegen jegliche Anwendungsverbote kämpft.

Bei bestimmungsgemäßer Verwendung ist das Produkt sicher: Bayer
Ein Bayer-CropScience-Ökologe, Dr. Richard Schmuck, erklärte:
Alle uns vorliegenden Studien bestätigen, dass unser Produkt bei Einhaltung der empfohlenen Verbandqualität für Bienen unbedenklich ist. Dies zeigen auch die Produktsicherheitsbewertungen, die wir den Zulassungsbehörden vorgelegt haben. Bei sachgemäßer Anwendung ist dieses Pflanzenschutzmittel unbedenklich für Anwender, Verbraucher und die Umwelt und erfüllt die internationalen Kriterien in Bezug auf ökologische Systeme.

Bayer behauptet, dass Clothianidin in die Umwelt gelangt sei, weil die Landwirte das Pestizid nicht richtig eingesetzt hätten, da sie keinen Klebstoff verwendet hätten, der das Pestizid auf den Samenmänteln fixiert.

Bayer geht an der Sache vorbei
Ah, nichts geht über das Geld. Auch wenn dies meiner Meinung nach völlig zutreffend ist, muss Bayer in diesem Punkt zumindest eine gemeinsame Verantwortung anerkennen. Sogar die US-amerikanische EPA, dieselbe Behörde, die nicht einmal bekannt gibt, ob Bayer die richtigen Papiere eingereicht hat, bevor Clothianidin in den USA registriert wurde, räumt ein, dass diese Pestizidklasse als Ganzes für Honigbienen hochgiftig sein kann. Welche Art von Entschädigung gegebenenfalls gewährt werden sollte, ist umstritten, aber eine vollständige Übertragung der Verantwortung auf die Landwirte ist inakzeptabel.

via :: ENS
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