. BRANCHENGRUPPEN VERKLAGEN, UM DEN SCHUTZ DER EISBÄREN UMZUKEHREN - WISSENSCHAFT

Branchengruppen verklagen, um den Schutz der Eisbären umzukehren

Eisbär Foto

Bildnachweis: Getty Images

Der umkämpfte Eisbär ist auf dünnerem Eis als je zuvor. Fünf Industriegruppen, darunter das American Petroleum Institute, haben am Donnerstag Klage gegen Innenminister Dirk Kempthorne und den Direktor des US-amerikanischen Fisch- und Wildtierservices, H. Dale Hall, eingereicht, um die Auflistung des Eisbären als bedrohte Art rückgängig zu machen.

Dies gibt Alaska Gouverneur (und Vizepräsident hoffnungsvoll) Sarah Palins eigener Prozess gegen die Auflistung des Eisbären einen Schub. Am 4. August argumentierte der Bundesstaat Alaska, dass die Populationen des Tieres stabil seien und das schmelzende Meereis keine unmittelbare Bedrohung für ihr Überleben darstelle.
Dem Erdölinstitut schlossen sich die Handelskammer der USA, die National Mining Association, das American Iron and Steel Institute und die National Association of Manufacturers an, von denen die letzte wegen ihrer Unterstützung Palins republikanische Vizepräsidentschaft lobte der alaskischen Öl- und Gasexploration.

Der wichtigste Einwand der Industriegruppen ist die sogenannte "Alaska-Lücke", eine Sonderregel der Bundesregierung, die verhindern soll, dass der Schutzstatus des Eisbären zur Auferlegung von Treibhausgasgrenzwerten verwendet wird. Da das Urteil Projekte in allen Staaten außer Alaska von der Durchführung von Emissionsüberprüfungen ausnimmt, unterwirft NAM-Vizepräsident Keith McCoy die alaskische Industrie zu Unrecht Treibhausgaskontrollen und könnte landesweit eine Hintertür für strengere Emissionsvorschriften öffnen.

"Dies könnte die Öl- und Gasexploration erheblich einschränken", zitiert er in "Alaska North Slope"

Die Washington Post

wie gesagt. "Es ist eine Diskriminierung des Bundesstaates Alaska. In einer Zeit, in der die Gaspreise hoch sind und wir alle Optionen prüfen müssen, um etwas herauszugeben, das eine lebensfähige Ressource abschaltet", wird schlecht beraten.

Um die Verletzung noch zu beleidigen, wählte Palin den Grizzlybären für das in der vergangenen Woche in Umlauf gebrachte Gedenkviertel des Staates gegenüber dem in der Arktis lebenden Bären. ::

Die Washington Post


Update, 3. September 2008:

Die Washington Post

hat eine Korrektur zu seiner Geschichte eingereicht:
In einem Artikel der A-Sektion vom 31. August hieß es fälschlicherweise, dass das American Petroleum Institute und vier andere Unternehmensgruppen bestrebt seien, die Auflistung des Eisbären als bedrohte Art in Frage zu stellen. Die Gruppen versuchen, der Bundesregierung die Umsetzung einer Regel aufzuzwingen, die sie "Alaska Gap" nennen und die Projekte in Alaska einer zusätzlichen Kontrolle unterwirft. Die Bundesregierung hat die Regelung im Mai im Zusammenhang mit der Bekanntgabe des Schutzstatus des Eisbären erlassen.

Laut einer Aussage des American Petroleum Institute ist es keine Herausforderung, den Eisbären als bedrohte Art zu klassifizieren. Es ist jedoch der Ansicht, dass die Feststellung des Innenministeriums, dass der Endangered Species Act nicht das richtige Instrument zur Festlegung der US-Klimapolitik ist, Sinn macht und dass die vom Ministerium herausgegebene vorläufige endgültige Regelung dahingehend erweitert werden muss, dass Alaska als Gesetz aufgenommen wird umgesetzt. " Zu den Eisbären sagen wir, haltet euch an eurem Fell (und den Eisbergen) fest, denn das ist noch lange nicht vorbei.

Mehr zum Eisbären
Das US-Innenministerium listet den bedrohten Eisbären auf
Folge dem Eis und rette die Eisbären
Eisbären auf dünnem Eis
Ein Bild ist es wert ... Verspielter Eisbär
Europäische Kinder verfolgen Eisbären, um die globale Erwärmung zu verstehen
Leben auf dünnem Eis: Der Beobachter auf Eisbären PR-Bild
Flakeshake: Ein Online-Spiel für Eisbärenfans
Knut: Ein tolles Buch für Kinder