. NORWEGEN WILL DIE ENTWICKLUNG VON ELEKTROFLUGZEUGEN VORANTREIBEN - TRANSPORT

Norwegen will die Entwicklung von Elektroflugzeugen vorantreiben

Die NASA vergab ein Projekt zur Entwicklung des turboelektrischen Einschiffflugzeugs mit Achtern-Grenzschichtantrieb (STARC-ABL) an das von Boeing unterstützte Elektroflugzeug-Start-up Zunum Aero
Promo-Bild der NASA

Norwegen wird sich nach Schlagzeilen wie dem Bericht von Sami in der vergangenen Woche, wonach Norwegen 55% der Verkäufe von Plug-in-Autos erzielte, nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Nach diesem Erfolg blicken sie jetzt in den Himmel.

Die norwegische Regierung hat Avinor, den norwegischen Verwalter von staatlichen Flughäfen und Navigationsdiensten, angewiesen, sich auf Elektroflugzeuge und Biokraftstoffe zu konzentrieren, um den ökologischen Fußabdruck der Luftfahrtindustrie zu verringern. Die norwegische Regierung subventioniert bereits die meisten Kurzstreckenflüge, die in der Regel weniger als 200 km lang sind, so dass Mittel bereitgestellt werden, um die Entwicklung von Optionen mit Elektroantrieb über Entfernungen zu fördern, die die Branche kurzfristig vernünftigerweise meistern kann. Zumindest in Norwegen konkurrieren die Flugzeuge aufgrund der geografischen Lage der Fjordnation wahrscheinlich nicht mit den Zugstrecken.

Die Flugzeug-Majors Boeing und Airbus haben beide Elektroflugzeuge im Einsatz. Airbus gab eine Partnerschaft mit Siemens und Rolls-Royce bekannt, um sich auf Hybrid- und Elektroflugzeuge zu konzentrieren. Und das von Boeing unterstützte Elektroflugzeug-Start-up Zunum Aero hat kürzlich seine Pläne vorgestellt, darunter unter anderem ein von der NASA vergebenes Projekt zur Entwicklung des einschiffigen turboelektrischen Flugzeugs mit Achtern-Grenzschichtantrieb (STARC-ABL, siehe Abbildung oben). Diese Ankündigungen sowie die Ankündigung von EasyJet, innerhalb eines Jahrzehnts Passagiere in Elektroflugzeugen zu haben, lassen die Aufregung um die Möglichkeiten für batteriebetriebene Flugzeuge wieder aufleben.

Der Schwung ging für ein paar Jahre verloren, nachdem ein Batteriebrand vorübergehend die Boeing 787 Dreamliner-Flotte geerdet hatte und Elon Musk dazu veranlasste, die Lithium-Ionen-Batteriearchitektur für unsicher zu erklären. In der Zwischenzeit hat eine Vielzahl von Studien genau geklärt, welche Faktoren zu einer unsicheren Batteriekonstruktion beitragen. Boeing hat die Batterien in den Zusatzaggregaten (Auxilliary Power Units, APUs) ausgetauscht, damit die Dreamliner wieder fliegen dürfen.

Jetzt scheinen die Lieferanten bereit zu sein, die Grenzen wieder zu überschreiten, und sie werden einen Markt brauchen, um erfolgreich zu sein. Norwegen meldet sich für eine umweltfreundlichere Zukunft in der Luftfahrt an.