. BEI DER ARBEIT GESTRESST? MIT DEM FAHRRAD FAHREN. - TRANSPORT

Bei der Arbeit gestresst? Mit dem Fahrrad fahren.

Fahrradmassen
CC BY 2.0 Lloyd Alter

Einen harten Tag im Büro haben? Das Calming Technology Lab der Stanford University hat ein Rezept: Fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit. Sie verwendeten die Daten von Spire Atmungsmonitoren, einem tragbaren Gesundheits-Tracker, der über den Tag Atmungsmuster und Herzfrequenz von über 20.000 Pendlern auf 1.000 Pendler misst.

Die Radfahrer kamen nicht nur weniger gestresst zur Arbeit, sondern waren auch eine Stunde später noch entspannter als diejenigen, die mit dem Auto oder mit dem Transit angereist waren. Sie sind auch in besserer Verfassung, wenn sie den Pendelverkehr umkehren und nach Hause gehen. Neema Moraveji, Leiter des Calming Lab und Mitbegründer von Spire, erklärte gegenüber BikeBiz:

Es ist besonders interessant zu sehen, dass viele Menschen nach einem langen Arbeitstag nicht sehr gut in ihr Zuhause zurückkehren. Wenn wir mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, wissen wir, dass die körperliche Natur des Fahrradfahrens und die körperliche Anstrengung zu einem ruhigeren und konzentrierteren Geisteszustand führen. Wir sind zwar physisch gut für uns, sehen aber auch viele psychologische und emotionale Vorteile.
Die Ergebnisse sind nicht wirklich überraschend. Es gibt viele Studien, die zeigen, wie Bewegung Stress und Angst reduziert. Alle unsere Artikel wie 7 Möglichkeiten, um Stress auf lange Sicht zu reduzieren, und 8 natürliche Heilmittel gegen Angstzustände beinhalten Bewegung, Lavendel und Meditation. Adele Peters von Fast Company verweist auf eine britische Studie, in der fast 18.000 Pendler erfasst wurden. Dabei wurde festgestellt, dass im Vergleich zu Autofahrten ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem allgemeinen psychischen Wohlbefinden und dem aktiven Reisen besteht. wo Radfahren nicht gerade stressfrei ist. Ihr Fazit, das von autobahnbegeisterten Politikern überall gelesen werden sollte:

Die in dieser Studie identifizierten positiven psychischen Wohlbefindenseffekte sollten bei der Kosten-Nutzen-Bewertung von Interventionen zur Förderung des aktiven Reisens berücksichtigt werden.

Dieselben Politiker, die unzählige Millionen für Autobahnen und fast nichts für Fahrradinfrastruktur ausgeben würden, sollten eine weitere Studie aus Kopenhagen beachten, in der Kosten und Nutzen von Investitionen in Fahrrad- und Autoinfrastruktur verglichen werden.

In diesem Rahmen wurden Kosten und Nutzen von Auto und Fahrrad, den beiden wichtigsten städtischen Verkehrsträgern, bewertet und in Bezug auf Unfälle, Klimawandel, Gesundheit und Reisezeit verglichen. Die Analyse zeigt, dass jeder Kilometer, den man mit dem Auto oder Fahrrad zurücklegt, für die Gesellschaft mit Kosten verbunden ist, obwohl die Kosten für das Autofahren mehr als sechsmal höher sind (0, 50 Euro / km) als für das Radfahren (0, 08 Euro / km). Während die Kosten für das Autofahren in Zukunft wahrscheinlich steigen werden, scheinen die Kosten für das Radfahren zu sinken.

So viele Daten, so viele Beweise, dass Investitionen in die Fahrradinfrastruktur und in aktives Pendeln sich langfristig auszahlen, wenn nur sehr geringe Investitionen getätigt werden. Alles ziemlich ignoriert.