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Tourismus gibt und nimmt

Yacht auf Marmaris wässert Truthahnfoto

Eine "blaue Kreuzfahrt" in der Nähe der Küste von Marmaris. Foto von Sarp Koknar über flickr.

Im Paradies gibt es Ärger, zumindest im Bereich des beliebten Ferienortes Marmaris an der westlichen Mittelmeerküste der Türkei. Die Einwohner hatten lange Mühe, die Entwicklung in Schach zu halten, und hatten bis dahin neue Pläne, den Hafen- und Bergbaubetrieb des Gebiets zu erweitern. Eine örtliche Umweltorganisation gab kürzlich ein SOS heraus: "Das ist genug. Lassen Sie Marmaris nicht verblassen."
Die Gruppe, bekannt als "Environment Volunteers", nannte neun Themen, die in der Region Anlass zur Besorgnis geben. Trotz der raschen Verstädterung kommen die Menschen immer noch in Scharen, um die großen natürlichen Hafen- und Freiluftsportaktivitäten zu genießen.

Illegaler Bau in der schnell wachsenden Stadt gehört ebenso zu den Bedrohungen wie ländliche Jeep-Touren, die laut Gegnern die Luft verschmutzen, Waldwege beschädigen und Unfälle verursachen.

Die beiden größten Probleme sind jedoch die Gewährung von Bergbaukonzessionen und die geplante Erweiterung des Hafens. Der Magnesiumabbau wurde bereits im April eingestellt, da befürchtet wurde, dass sich dies auf die Honigproduktion und die Olivenplantagen in der Region auswirken würde. Die Entscheidung wurde jedoch später rückgängig gemacht. Ein sogenanntes "Special Forestation Project" ermöglicht es, Nicht-Waldflächen - etwas mehr als die Hälfte der Region - einzeln zu pachten. Einundvierzig Bergbauunternehmen führen derzeit Erkundungsarbeiten in diesen Gebieten durch.

Indessen würde ein Plan, den Hafen von Marmaris auf zusätzliche Kreuzfahrtschiffe auszudehnen, laut Umweltschützern zu mehr Umweltverschmutzung führen und den kleineren Yachttourismus, eine wichtige Einnahmequelle in der Region, abschrecken. Via: "Marmaris braucht sofortiges Handeln"

H rriyet Daily News


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