. OH OH. GROßBRITANNIEN HAT NUR 25% DER BIENEN, DIE ES BENÖTIGT - WISSENSCHAFT

Oh oh. Großbritannien hat nur 25% der Bienen, die es benötigt

Bienen Foto
CC BY 2.0 Kokogiak

Das vorübergehende Verbot von Neonicotinoiden in Europa war ein willkommenes Zeichen dafür, dass die Behörden damit beginnen, den weitverbreiteten Bienensterben ernst zu nehmen.

Aber wir sollten uns noch nicht erlauben, uns zu entspannen.

Eine neue Studie über Angebot und Nachfrage bei der Bestäubung von Honigbienen, die in der Zeitschrift PLoS One veröffentlicht wurde, geht davon aus, dass es 13 Millionen weniger Kolonien gibt, als zur Bestäubung der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen in Europa tatsächlich benötigt werden. Infolgedessen bestäuben Honigbienen europaweit nur zwei Drittel der Nutzpflanzen. In Großbritannien ist die Situation jedoch besonders ernst. Forscher vermuten, dass nur genügend Honigbienen vorhanden sind, um 25% des Bestäubungsbedarfs zu decken. Der einzige Grund, warum Europa keine schlimmeren Konsequenzen für sein Honigbienendefizit hat, ist die Tatsache, dass wilde Bestäuber nachlassen. Darauf sollten wir uns jedoch nicht verlassen - zumindest nicht, so der leitende Forscher Professor Potts. So beschrieb er The Guardian die Honigbienenkrise:

"Wir stehen in den kommenden Jahren vor einer Katastrophe, wenn wir nicht sofort handeln", sagte Professor Simon Potts von der Universität Reading, der die Forschung leitete. "Wildbestäuber brauchen mehr Schutz. Sie sind die unbesungenen Helden des ländlichen Raums, die ein entscheidendes Glied in der Nahrungskette für den Menschen darstellen und kostenlose Arbeit leisten, deren Ersatz für britische Bauern 1, 8 Mrd. .8 kosten würde."

Es sind nicht nur die üblichen Verdächtigen von Pestiziden und Krankheiten, die für das Defizit verantwortlich gemacht werden. Der Bevölkerungsrückgang ging auch mit einem Anstieg der Nachfrage einher, der auf das Wachstum der Pflanzungen von Raps und Sonnenblumen für Biokraftstoffe zurückzuführen war, die früher windbestäubtes Getreide ersetzten.

Von bienenfreundlichen Solarparks bis hin zu Supermärkten zum Schutz der Bestäuber gibt es Anzeichen dafür, dass die Welt diese Bedrohung langsam ernst nimmt.

Hoffen wir nur, dass es nicht zu spät ist.